Rolf Stürm

Grossrat (BS, FDP)
07.01.04-31.01.09

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Grossen Rat
 
Cosmopolit      


  Mittwoch, 03.10.12, 19:00
  Cosmopolit, Leimenstrasse 41, Basel
   
  „Auf ein Bier mit Baschi Dürr – zwischen Gleichen und Anderen“
  Baschi Dürr wird, wenn er Regierungspräsident wird, auch für Migrations-, Integrations- und Diskriminierungsfragen zuständig sein. Wie beurteilt er die Politik seines Vorgängers, was wird er anders machen? Nach Einstiegsfragen von Murat Kaya aus alewitischer und Rolf Stürm aus jüdischer Sicht, ist die Diskussion offen für religionsfreie Menschen und Angehörige grosser und kleiner Religionsgemeinschaften.
   
  Link zum Flyer
   
  Bericht:

Zwei kurzweilige Stunden mit Baschi Dürr
Jeder Mensch gehört sowohl Minderheiten wie auch Mehrheiten an, bewegt sich also beständig „zwischen Gleichen und Anderen“. So beantwortete Regierungsratskandidat Baschi Dürr die Einstiegsfrage, was er mit dem Titel zum FDP-Wahlanlass, der letzte Woche im Restaurant Cosmopolit mit über 20 Besuchern stattfand, ausdrücken wollte. Nach diesem Einstieg war kein weiterer Anstoss mehr nötig; genau zwei Stunden lang diskutierte Dürr lebhaft mit einem vielfältigen Mix von Wahlberechtigten. Die Diskussion schlug einen weiten Bogen von Frauenrechten und religiösen Ausnahmeartikeln in der Bundesverfassung über Trennung von Kirche und Staat, subventions- und förderwürdige Kulturprojekte, Stadtmarketing, Verbrüderung mit ausländischen Despoten, Rheinuferverschmutzung, Allmendbenützung durch schlecht erzogene Jugendliche ohne positive Vorbilder und Fehlkonstruktionen im Präsidialdepartement hin zu Parallelgesellschaften und der Integration von hoch qualifizierten Expats. Die religionsfreien und christlichen Teilnehmer nutzten die Anwesenheit der Grossratskandidaten Murat Kaya und Rolf Stürm, die diese Aussprache organisiert hatten, um konkrete Fragen über alewitische und jüdische Positionen zu stellen. Für die jüdische Wählerschaft im Kanton Basel-Stadt sollen folgende Statements von Dürr festgehalten werden: Er ist klar gegen Verbote der Knabenbeschneidung, von Kopftüchern und Kippot. Er möchte den Zwang zum gemischten Schwimmunterricht mit mehr Augenmass durchsetzen und wehrt sich gegen übertriebene Forder- und Fördermassnahmen in der Integrationspolitik. So müsse niemand Deutsch lernen, aber wer dann keinen Job findet, dürfe nicht die hohle Hand machen.